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KHK und Vitalstoffe

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5 Beiträge • Seite 1 von 1

KHK und Vitalstoffe

Beitragvon tumbadoras am 19.03.2010, 19:53

Guten Tag.
Ich habe nach 2 Herzinfarkten und 2 Stentimplantaten vor 10 Jahren meine Medikation mit ASS, Beta-Blocker und Statin vor 7 Jahren abgesetzt und statt dessen mit gezielter Nahrungsumstellung und Vitalstoffeinnahme sowie Ausdauersport eine sensationelle Gesundung erreicht.
Nebenwirkung: Keine Viruserkrankung seit 6 Jahren.Rückgang meiner Paradontose.Nachweisliche Verbesserung meiner Sehstärke und Verzicht auf Fernbrille.Wem gehts ähnlich?
Gebe gern Ratschläge.
tumbadoras
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Re: KHK und Vitalstoffe

Beitragvon vegana am 19.03.2010, 23:03

tumbadoras hat geschrieben:statt dessen mit gezielter Nahrungsumstellung und Vitalstoffeinnahme sowie Ausdauersport eine sensationelle Gesundung erreicht.


Genaueres bitte ;)

Danke im Voraus
vegana
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Re: KHK und Vitalstoffe

Beitragvon KA am 20.03.2010, 13:48

Hallo,

Ich gratuliere Ihnen zu diesem Ergebnis! Mir sind auch ähnliche Fälle aus persönlicher Erfahrung bekannt. Reduziertes Coenzym Q10 (Ubiquinol, z.B. Kaneka Q10) kann erwiesenermassen sogar eine Herzinsuffizienz mindern und das Fortschreiten verhindern, gemessen in der Pumpleistung des Herzens (LVF %). Viele NEM wie Fischöl, Blaubeerextrakt und Glutathion können Arteriosklerose nicht nur aufhalten sondern die Okklusion der Gefässwände vermindern, d.h. Arteriosklerose langsam umkehren.

Ein gutes Bild dazu ist: http://www.lef.org/magazine/mag2008/ima ... _05big.jpg
Jeder dieser Risikofaktoren kann durch die Lebensweise und hochdosierte Nahrungsergänzung erheblich verbessert werden, und eine Verbesserung der Risikofaktoren dient auch der Therapie, nicht nur der Prävention. Es existieren mittlerweile sogar noch mehr bekannte (klinisch etablierte) Risikofaktoren, wie z.B. nicht optimale Vitamin-D-Spiegel (unter 60nmol/l).

Ich würde bei ernster Herzkrankheit (nach operativen Eingriffen oder früheren Infarkten) trotzdem immer vorschlagen, die Schulmedizin auch zu nutzen. Statine stammen ursprünglich auch aus der Natur (Simvastatin ist in Roter Reishefe enthalten, welches in den USA als NEM erhältlich ist). Solange man den CoQ10-Spiegel durch Ergänzung aufrechterhält, kann eine Statintherapie sinnvoll sein, und es ist dringend empfohlen, den LDL-Cholesterinwert unter 100 und den HDL-Cholesterinwert über 50 zu halten. Dafür gibt es aber auch natürliche (allerdings schwächere) Alternativen wie Fischöl, Policosanol oder Sytrinol (aus Zitrusfrüchten).

Eine gewisse Gerinnungshemmung zur Verhinderung von Infarkten ist sehr sinnvoll und kein zu grosser Eingriff in die Selbstergulierung des Körpers, dazu kann man ASS oder andere Gerinnungshemmer mit gerinnungshemmenden NEM (wie Fischöl, Kurkumin, u.v.a.) kombinieren, um weniger davon zu benötigen. Eine gerinnungshemmende Therapie muss aber immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um Blutungsrisiken bei schlechter Einstellung auszuschliessen.

Je nach individuellem Fall können zusätzliche schulmedizinische Therapien bei bestimmten Symptomen sehr sinnvoll sein, einen Anti-Aging-Effekt zeigen und auch die Ursachen bekämpfen, wie z.B. ACE-Inhibitoren bei Bluthochduck oder Kalziumkanal-Inhibitoren bei Herzrhythmusstörungen (Verapamil kann hier eine gute Option sein, da es als Nebeneffekt Gene aktivieren kann, die "Zellmüll beseitigen", für Experten: Verapamil aktiviert den mTOR-Pathway).

Wenn Stents vorhanden sind, sollte ein wichtiger Teil der Prävention immer sein, das chronische Entzündungsmillieu zu bekämpfen, was bei Arteriosklerose in den Gefässen besteht, und durch Stents lokal begrenzt über die Jahre hin verschlimmert werden kann. Neben entsprechenden NEMs wie Fischöl und Kurkumin eignen sich dazu eine gesunde Ernährung und Ausdauersport wie sie ihn betreiben, natürlich auch sehr gut.

Die wichtigste Botschaft ist aber natürlich, dass die schulmedizinische Behandlung von Herzkrankheiten allein nicht ausreicht, und zusätzliche Ergänzung und Änderungen des Lebensstils sehr viel ausmachen können.
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Re: KHK und Vitalstoffe

Beitragvon tumbadoras am 20.03.2010, 20:11

Vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme!
Ich möchte keinesfalls in ein schwarz-weiss Denken verfallen und propagiere nicht die alleinige Einnahme von NEM bei koronarer Herzerkrankung.
Ich halte es allerdings für einen satten Skandal, dass die Schulmedizin in Deutschland auch heute noch auf den Hinweis zusätzlicher Einnahme von Q10 bei Statineinahme verzichtet, meines Wissens in Italien und Japan Standard.
Natürlich müssen die Cholesterinwerte regelmässig überprüft werden, aber welcher Arzt riskiert es denn heute, das Wechselspiel zwischen Ernährung, Nahrungsergänzung ,Lebensweise mit den Patienten/innen zu besprechen und langfristig die Medikation darauf einzustellen?
Ich habe mir bewusst einen Internisten gesucht, der meinem Weg mehr als kritisch gegenübersteht.Seine Untersuchungen sind deshalb um so gründlicher, unsere Auseinadersetzung über den " richtigen " Weg hat uns über die Jahre sehr vertraut werden lassen.Ich vermute, dass er mittlerweile mehr über bioverfügbare MEMs weiss und auch ein paar nimmt, wenn auch heimlich :)

Dr.Ornish in den USA hat in den 80er jahren ein Nachsorgekonzept für bestimmte KHK Erkrankungen erprobt, meines Wissens nach wird dies in Deutschland vom Deutschen Wellnessverband sowie der Havelhöher Herzschule ( antroposophisch )weiter verfolgt.

Mein Anliegen und Wunsch ist, dass jedermann und jedefrau Zivilisationskrankheiten ( welch gewaltiger Begriff!!! )begegnet, indem er/sie verantwortungsvoll und couragiert mit sich, seinem/ihrem Leben und dem seiner/ihrer Mitmenschen umgeht.
Und nicht alles so hin nimmt, wie es die Evidenz erfordert.
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Re: KHK und Vitalstoffe

Beitragvon KA am 20.03.2010, 23:32

Danke für Ihren Beitrag, ich stimme Ihnen absolut zu: Es ist sehr bedenklich, dass NEM wie Fischöl und CoQ10, deren hoher therapeutischer Nutzen in klinischen Studien ähnlich gut wie bei zugelassenen Medikamenten dokumentiert ist (Reduktion der Mortalität ist z.B. ein objektives Kriterium), keinen Einsatz als Standardtherapie finden. Es bleibt nur, Leute persönlich und über Kampagnen darüber zu informieren, und das ist auch einer der wichtigsten Gründe, warum es das Deutsche Grüne Kreuz gibt.
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